Lektion 1, Thema 1
In Arbeit

0.6.3 What does it all mean for educational practice?

admin März 1, 2024

1. Be aware of students' basic psychological needs

Image source: Pixabay & Canva (open source)

Es ist bekannt, dass sich Schüler*innen im Lernprozess selbst regulieren, wenn ihre psychologischen Grundbedürfnisse - Gefühle der Verbundenheit (Zugehörigkeit zu einer Gruppe, Sinnhaftigkeit), Kompetenz (Fähigkeit, etwas zu tun) und Autonomie (Möglichkeit, selbst zu entscheiden) - unterstützt und gefördert werden (Ryan & Deci, 2000). Im Falle des Klimawandels ist die Sinnhaftigkeit des Themas besonders wichtig - die Schüler*innen könnten sich fragen: "Inwiefern ist dieses Problem mein Problem? Wie hängt es mit meinem Leben und meinen Träumen zusammen?" Wichtig sind auch die Kompetenzgefühle der Schüler*innen: "Was könnte ich gegen das Problem tun?" "Kann ich die vom Lehrer gestellten Lernaufgaben lösen oder sind sie zu schwierig?" Und nicht zuletzt sind Gefühle der Verbundenheit wichtig - "Wie sehen die Menschen, die mir am nächsten stehen, das Thema Klimawandel, ist es ihnen wichtig oder werde ich zum/zur "seltsamen Aktivist*in", wenn ich mich engagiere?" Wenn diese drei Grundbedürfnisse der Schüler ignoriert werden, können sich die Selbstregulierung und das Wohlbefinden der Schüler*innen kaum einstellen. Es ist eine gute Idee Ihre Schüler*innen als intelligente Denker*innen zu sehen, ihre Perspektive ernst zu nehmen und ihre Ansichten über den Klimawandel Schritt für Schritt zu diskutieren, damit sie den Sinn darin finden können.

Was unterstützt die autonome Motivation und was nicht?

😊 Zum Beispiel: sich genügend Zeit nehmen, um die Gedanken, Ideen, Erkenntnisse, Ängste und Sorgen der Schüler*innen zum Thema Klimawandel anzuhören. Akzeptieren Sie ihre negativen Gefühle und ihr Tempo beim Aufbau ihres Verständnisses. Gemeinsam mit ihnen die Gründe aufzählen, warum die Beschäftigung mit dem Thema Klimawandel für sie sinnvoll ist, während Sie Ihr Fachwissen einbringen und ihnen helfen, Schritt für Schritt und ohne Eile oder Druck die richtigen Konzepte zu entwickeln. 

😕 Zum Beispiel: Beginnen Sie damit, das Thema zu erklären, um sie von der Wichtigkeit des Themas zu überzeugen. Druck - in welcher Form auch immer - auf die Schüler ausüben, z. B. ihnen Schuldgefühle einreden. Ihre Gefühle (wie Angst, Hoffnungslosigkeit, Hass, Furcht) nicht zu akzeptieren, ihnen keine kognitive Autonomie zuzugestehen (d. h. die Schüler sind diejenigen, die sich die Themen in ihrem eigenen Tempo erschließen).

2. Students' minds should be active during learning, knowledge should be constructed and the learning should be interactive

There is no one methodology or strategy that is right for teaching and learning about climate and climate change on its own, therefore there are many types of instruction that can be used. Nevertheless, there is a broad consensus that teaching for sustainable development (incl. to tackle climate change) is most effective when it applies active, participative and experiential learning methods that engage the learner and make a real difference to their understanding, thinking and ability to act for sustainable development.

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In other words, learning only happens if students’ minds are activated, and they have the possibility to construct the new concepts themselves, make mistakes and put in effort (Chi & Wylie, 2014). 

Experiential and constructivist pedagogical methods for learning are usually effective (O’Flaherty & Liddy, 2017). These include but are not limited to: place-based activities to address learners’ sustainability knowledge related to their local environment, demonstration and case studies, role play, project-based learning and similar methods (e.g. problem-based or inquiry learning), debates, etc.

Good to know!

To support active learning, digital tools have a role, too.

Exercise

  1. How can digital tools and resources support learning and teaching about climate change? What good digital resources can you recommend to your colleagues? Post your answer in the forum and comment on at least one other post. Mark ‘completed’ when you have done this task.
  2. Optional: Watch the webinar below to get ideas for how to use digital tools to support learning about climate change and taking action.

Einer der wichtigsten Grundsätze der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist, dass sie die "ganze Person" einbeziehen und entwickeln sollte: die praktische Dimension des Handelns (Hände), die affektive Dimension (Herz) und die kognitive Dimension (Kopf), alles in Bezug zu einem "realen" Kontext (Mahmud, 2017). Das Hand-Herz-Geist-Konzept steht auch im Zusammenhang mit dem Konzept des "multisensorischen" Lernens, bei dem die Lernenden mit mehr als einem Sinn (auditiv, visuell, physisch) gleichzeitig lernen. Das hilft ihnen auch Verbindungen herzustellen.

Experiential learning methods are also considered an effective way to help students develop transferable ‘21st century’ competencies, such as the ability to solve problems in novel contexts, develop leadership, social skills, critical thinking, collaboration and creativity among others (Barron & Darling-Hammond, 2008; Bell, 2010; Condliffe, 2017; Sobel, 2004). All these competencies play an important role in climate change education too.

What is activating students' minds and what is it not?

😊 For example, allowing the activation of previous knowledge and starting with students solving a problem would be activating.

😕 For example, starting with lecturing and presenting solutions or answers could be passivating.

Wir lernen nur, wenn wir Informationen tiefgreifend verarbeiten und neues Wissen konstruieren - das heißt, wir verbinden in unserem Arbeitsgedächtnis die neuen Informationen mit den Informationen, die wir bereits kennen. Das geschieht nur, wenn

  1. wir die Möglichkeit haben, über die präsentierten Informationen nachzudenken oder sie zu diskutieren und etwas Neues daraus zu kreieren; 
  2. wenn wir nicht-triviale (sinnvolle, offene) Probleme lösen; 
  3. wenn wir uns Mühe geben können; 
  4. unsere metakognitiven Fähigkeiten einsetzen, Fehler machen und diskutieren müssen.

In many cases, students might appear active in the lesson, but they are not really cognitively deeply involved. Activity could be superficial and students not really given an opportunity to (take the time to) problem-solve, construct or organize new information in students’ minds.The human mind learns best if it constructs and reconstructs material, and when people formulate principles and conclusions themselves (as opposed to getting “polished products” handed to them). In other words, allow your students to work with and add something to the presented knowledge by asking, elaborating, visualising, making prognoses, judgments, comparisons, conclusions and the like, enabling the students to use various thinking operations.

What is constructive learning and what is not?

😊 For example, if students are given a chance and encouraged to problem-solve before giving them a solution; ask, elaborate, prognose, judge, compare information bits; offer and visualise models, explain relationships, verbalize principles, seek new information etc based on the material they learn.

😕 Zum Beispiel, wenn sie den gelernten Stoff mehr oder weniger wortwörtlich wiederverwenden und wiederholen müssen oder die Lücken nur mit Wissen füllen, das ihnen präsentiert wird.

Key takeaway: The rule of thumb is that the one who is the most active in their mind, learns the most. Make sure it is the students, not the teacher. The students should construct and organize new knowledge.

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Good to know!

Failures can be extremely extremely useful for learning – if you eliminate failures, you eliminate learning. The reason why we actually learn from mistakes is the post-error analysis in our mind, not the mistake as such. Hence, the learning design that first asks to solve the problem and delays the direct instruction, allows many learning-enhancing conditions, and one of them is mistakes. Also, the student gets an idea that their knowledge is insufficient and the perceived need for correct knowledge is more likely.

Good to know!

Use smart strategies for long-term learning. Based on what we know about how our memory functions – Smart memory strategies – encoding, retrieval practice, distribution of practice, variability of practice 

– why we do not use multiple-choice etc

Eine Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern zu helfen, Verbindungen zwischen Phänomenen und dem, was sie in der Schule lernen, herzustellen, ist das interdisziplinäre Lernen - die Herstellung ausdrücklicher Verbindungen zwischen dem, was in verschiedenen Fächern gelernt wird. Sie können sich mit Ihren Kollegen zusammentun, um ein Thema wie den Klimawandel zu unterrichten und dabei die Bereiche mehrerer Fächer abzudecken.

Wann ist Lernen interaktiv und wann nicht?

😊 For example, if students are given a chance and encouraged to do constructive activities jointly – if they both make substantial contributions to the topic, by, e.g., asking justifications to the others’ positions, explaining their viewpoints to the other, arguing and debating; clarifying, correcting, elaborating etc.

😕 Zum Beispiel, wenn sie nur abwechselnd Mini-Vorträge halten; oder wenn eine Seite dominiert und den größten Teil des Beitrags leistet und die andere nur zustimmt (sogenannter individueller Dialog).

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"Effektive Bildungsprogramme zum Klimawandel sind persönlich relevant und bedeutsam, verwenden ansprechende Lehrstrategien, ermutigen zu deliberativen Diskussionen, um Meinungsverschiedenheiten und kontroverse Themen zu erforschen und zu bewältigen, binden die Teilnehmer in den wissenschaftlichen Prozess ein, gehen auf Missverständnisse ein und/oder beinhalten Schul- oder Gemeindeprojekte, damit die Teilnehmer aktiv werden können."

Detaillierte Ergebnisse aus Deutschland

In Deutschland haben insgesamt 32 Lehrkräfte aus verschiedenen Fachbereichen an der Umfrage teilgenommen. Sie beschreiben das Interesse ihrer Schüler am Klimawandel und am Umgang mit dem Thema Klimawandel als gemischt. Die Analyse zeigte auch, dass 29 der 32 Lehrer neue Methoden erlernen wollen. Hinsichtlich der Erwartungen an die Klimabildung wünschen sich die befragten Lehrer weniger Pflichtfächer in ihren Lehrplänen, dafür mehr projektorientiertes Lernen.

Ihrer Meinung nach sollte das Thema Klimawandel in möglichst vielen verschiedenen Teilen des Lehrplans aller Fächer verankert werden und Raum für Projekte im Unterricht zu Themen der Anwendung von Nachhaltigkeit lassen. Die Befragten schlagen ihren Schulleitern vor, mit Institutionen zusammenzuarbeiten, die bei Fragen des Klimawandels helfen könnten. Sie halten es auch für besonders wichtig, ihren Schülern neue Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und an bestehende Initiativen anzuknüpfen.

Die Bedarfsanalyse hat auch gezeigt, dass die deutschen Schüler bisher nur über ein allgemeines Wissen zum Klimawandel verfügen. Sie sind zwar interessiert, aber aufgrund der Pandemie weniger engagiert. Das Interesse steigt jedoch, je älter die Schüler sind.

Die Lehrer hingegen sind sehr an dem Thema interessiert und motiviert, es in ihren Unterricht einzubauen. Der landesweite Lehrplan ist jedoch sehr streng. So kommt es, dass die Lehrer entweder bereits konkrete Methoden anwenden, um nachhaltige Ziele zu erreichen (und daher nicht so viele Ideen, sondern mehr Zeit benötigen, um ihre “coolen Konzepte” zu erweitern), oder zwar interessiert sind, aber nicht wissen, wie sie die neuen Ansätze in ihren Unterricht integrieren sollen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in Deutschland ein unterstützendes schulisches Umfeld, persönliche Kenntnisse über die anerkannte Wissenschaft des Klimawandels und die nationale Bildungspolitik die wichtigste Rolle spielen. Auch die Unterstützung durch die Gemeinschaft und die Aufmerksamkeit der Medien sollten nicht unterschätzt werden.